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Goßdorf Beschreibung Ulbersdorf, im Zuge der ostdeutschen Kolonisation gegründet, ist ein typisches Waldhufendorf. Zum Gutsbezirk Ulbersdorf gehörte einst auch das sogenannte Goßdorfer Raubschloss. Das Goßdorfer Raubschloss zwischen Goßdorf und Altendorf, nördlich von Bad Schandau, ist auf verschiedenen landschaftlich reizvollen Wanderwegen zu erreichen. Diese Reste der alten Burganlage befinden sich auf einem 50 m hohen Berghügel oberhalb des Zusammenflusses von Schwarzbach und Sebnitz.
Goßdorfer Raubschloss 1372, anlässlich einer Erbregelung durch Kaiser Karl IV. urkundlich erwähnt, ist die Anlage identisch mit der alten Burg Schwarzberg, die in der Nähe ehemals wichtiger Straßenzüge angelegt worden war. Sie gehörte - wie viele anderen Burgen der Gegend - zum Machtbereich des böhmischen Adelsgeschlechts der Berken von der Duba.Um den Schwarzberg gibt es noch weitere kleine mittelalterliche Burgstätten: das "Raschgärtners Raubschloss" am Rande der Ulbersdorfer Flur, die "Nasenbergwarte", die "Schwarzbergwarte", die "Moulbergwarte" und die "Pinsenbergwarte". Ihre Existenzen scheinen durch vereinzelt gefundene mittelalterliche Scherben (außer auf dem Pinsenberg) gesichert zu sein. Wahrscheinlich handelte es sich bei ihnen um kleine Spornburgen mit einem Wohnturm. Über die Entstehung und Nutzung der Anlagen gibt es kaum Informationen. Schriftliche Zeugnisse erst liegen mit der Nennung der Burg Schwarzberg im Jahr 1372 vor, als die Burgen Schwarzberg und Hohnstein im Besitz der Berken von der Duba genannt werden. Archäologische Untersuchungen sind nicht vorgenommen worden. Eine genaue zeitliche Einordnung ihrer Entstehung und Nutzung ist deshalb nicht möglich. Man kann jedoch davon ausgehen, dass der Schwarzberg und die Burgstätten mit oder unmittelbar nach der bäuerlichen Besiedlung des Landes zwischen 1200 und 1275 unter deutscher Herrschaft entstanden sein könnte. Wann und unter welchen Umständen sie später an die Berken von der Duba gelangten, ist unklar. Spätestens im Zuge der Erbteilung der Berken um 1409 wurde der Schwarzberg jedoch aufgelassen. Die dazugehörigen Dörfer fielen der Hohnsteiner Verwaltung zu. Auch über die einstige Aufgaben der Burg Schwarzberg und ihrer umliegenden Burgstätten gibt es unterschiedliche Meinungen. Geleitzwecke werden ebenso genannt, wie die Sperrung des Schwarzbach- und Sebnitztales zur Einnahme eines Zolls. Neuere Aussagen von Christian Maaz verneinen jedoch einen Primärzusammenhang zwischen Straße und Burg und gehen von einer Grundherrschaft Schwarzberg aus, zu der auch repräsentative und wehrhafte Wohnstätten der zum Ritterstand aufstrebenden Vasallen gehörten. Ungeklärt ist jedoch, welche Dörfer dieser Grundherrschaft angehörten. Von der sagenumwobenen mittelalterliche Befestigung auf dem Schwarzberg sind heute jedoch nur noch wenige Reste sowie eine künstliche Ruine aus dem Jahre 1858 vorhanden. Noch im 19. Jahrhundert nutzten Bauern das Schwarzbachtal, um zur Feldarbeit zu gelangen. Um die Erinnerungen an die ehemalige Burganlage wach zu halten, ließ der damalige Rittergutsbesitzer Lüttichau aus Ulbersdorf auf deren Mauerresten die künstliche Ruine errichten. Heute dient der Burgberg als Ausflugsziel und Rastanlage für Wanderer. Touristische Informationen
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