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Hohenprießnitz

Beschreibung


Auf halben Wege zwischen Eilenburg und Bad Düben prägt seit über 300 Jahren ein imposantes Schloss das Ortsbild von Hohenprießnitz.


Barockschloss Hohenprießnitz

Die Geschichte des Schlosses beginnt 1699, als Baron Anton Albrecht von Imhoff, der aus dem Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel kam, es wahrscheinlich durch Hermann Kolb bauen ließ. Imhoff trat 1702 nach seiner Übersiedlung in das sächsische Hohenprießnitz in den Dienst von August dem Starken und wurde Kammerpräsident. Während des nordischen Krieges erhielt der Baron den Auftrag, einen Friedensvertrag auszuhandeln. Weil das Ergebnis in keiner Weise den Vorstellungen des Kurfürsten entsprach, musste Imhoff sieben Jahre auf der Festung Königstein schmachten. Sein Sohn Anton Ulrich führte die Hohenprießnitzer Geschäfte nach dem Tod seines Vaters weiter.
Hohenprießnitz ging schließlich am 14. April 1724 in den Besitz von Peter Hohmann über, den Karl VI. 1717 mit dem Titel "Edler und Pannerherr von Hohenthal" adelte. Hohenprießnitz war sein erster Landbesitz, den er aber immer nur im Sommer aufsuchte. Erst unter Georg Wilhelm von Hohenthal dürfte das Schloss als Hauptwohnsitz ausgebaut worden sein.
Mit Ende des 2. Weltkrieges mussten auch die Grafen von Hohenthal ihren Besitz verlassen. Während in der Übergangszeit noch Umsiedler die Gebäude bewohnten, erfolgte bald darauf der Umbau zu einer pädagogischen Einrichtung.


Eingang

Das Aussehen des Schlosses bliebt im Wesentlichen erhalten. Der H-förmige Grundriss des Hauptgebäudes wird durch den über zwei Stockwerke gehenden Eingangsbereich erweitert. In den Übergangsbereichen zu den beiden einstöckigen Seitenflügeln befinden sich runde Treppentürme (1894) mit Welschen Hauben. Die Seitenflügel münden schließlich in zweigeschossigen pavillonartigen Kopfbauten, die einst ebenfalls mit kleinen Türmen bekrönt waren. Farbigen Lisenen und Kassetten gliedern die Fassade des Schlosses. Die beiden Wappen im Giebeldreieck über dem Haupteingang zeigen das Hohenthal´sche und das aus dem Hause Carlowitz. Eine fast 30 ha große Parkanlage vervollständigt das Schlossensemble.
Im Innern des Schlosses befinden sich noch Reste der historischen Ausstattung. Auch wenn zahlreiche Kunstgegenstände verloren gingen, haben sich in einigen Räumen prächtige Holzelemente erhalten. Kamine aus verschiedenen Epochen und Stuckdecken bereichern die Inneneinrichtung. Im überaus prachtvollen Deckenfresko des Festsaales, das Johann Heinrich Ritter schuf, lässt sich Hohenthal von Zeus die "Krone der Unsterblichkeit" überreichen.
Hinter dem Schloss führen schattige Wege im Schlosspark zum Denkmal des Carl Dietrich Lothar Graf von Hohenthal. Der Graf - ein Enkel des Feldmarschalls Gneisenau - wurde am 16. August 1870 im deutsch-französischen Krieg schwer verwundet und erlag seinen Verletzungen. Ihm zu Ehren errichtete man auf einer Wiese das Denkmal.

Touristische Informationen


   04838 Hohenprießnitz, Dübener Straße
 
Anfahrt  A 14 Ausfahrt Leipzig-Nordost, der B 87 nach Eilenburg folgen, dann der B 107 ca. 9 km Richtung Bad Düben folgen
Parken  kostenfreie Parkmöglichkeit an der Hauptstraße (100 m)
Koordinaten  51° 31' 52'' N
12° 35' 53'' O
Eintritt  Schloss kann nicht besichtigt werden (leerstehend)
Parkanlage ist frei zugänglich (kleiner Weg ca. 100 m in Richtung Eilenburg)
Informationen  


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