Diese Seite drucken![]() | ||||||||||||||||||
|
Jößnitz Beschreibung Auf einer Anhöhe hinter einem Park erhebt sich das Wahrzeichen des kleinen Ortes Jößnitz, nördlich von Plauen im Vogtland. Nach einer Überlieferung soll bereits um das Jahr 1300 eine Ritterburg unter den damals herrschenden Herren von Lobdeburg-Elsterberg entstanden sein. Mauerreste auf dem Standort des sogenannten "Jägerhauses" deuten darauf hin, dass dort zur Zeit der Kolonisation eine alte deutsche Wehranlage erbaut wurde.
Schloss Jößnitz Nach verschiedenen Besitzerwechseln kam das Rittergut kurz nach der Reformation an Heinrich von Watzdorf, dessen Familie das Gut über viele Jahre bewirtschaftete. Um 1842 veräußerte der Kammerherr Otto Friedrich Heinrich von Watzdorf, Landtagsabgeordneter der vogtländischen Ritterschaft, Jößnitz an Johann Friedrich Opitz, von dem das Gut später an C. W. von Schlieben gelangte.Das auf einem steilen Hügel hervortretende Schloss Jößnitz bestand ehemals aus zwei Gebäuden. Ein einfaches, rechteckiges Gebäude wurde während des Dreißigjährigen Krieges durch Feuer beschädigt und 1643 repariert. Das Hinterschloss war eine altehrwürdige mit Türmchen und Erkern verzierte Burg, welche auf einer Seite durch Gräben und Bollwerke geschützt war und eine Zugbrücke hatte. Um das Jahr 1860 ließ der Besitzer das Hauptgebäude niederreißen. Es sollte Platz für ein neues Ensemble geschaffen werden. Doch der plötzliche Tod des Herrn verhinderte sein Vorhaben. So überdauerte nur das Nebenschloss. Den gut erhaltenen Dachreiter des Hauptschlosses setzte man damals auf das Nebenschloss um. Er bildet heute den kleinen Turm des Schlosses Jößnitz. Schloss Jößnitz diente nach dem 2. Weltkrieg bis 1973 als Schulgebäude. Wegen Baufälligkeit stand das Haus in den folgenden Jahren jedoch leer. Erst nach der Wende ermöglichte die Gründung des "Fördervereins Schloss Jößnitz" im Jahre 1992 eine Komplettsanierung des historisch wertvollen Bauwerkes, das heute als Gaststätte und Hotel genutzt wird. Touristische Informationen
| ||||||||||||||||||
|