Historisches Sachsen
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CD "Schlösser & Burgen in Sachsen"

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Beschreibung
Unweit von Grimma existiert im Ortsteil Nimbschen die Ruine des Zisterziensernonnenklosters Marienthron. Bereits im Jahre 1250, als die ersten Zisterzienserinnen aus Torgau nach Grimma kamen, begann die Geschichte dieses Klosters.
1258 kauften die Nonnen erste Güter in Nimbschen und ließen in den 70er Jahren des 13. Jahrhunderts hier ihr Kloster erbauen. Aus dem Jahre 1277 ist der Name "Marienthron" für das Nonnenkloster überliefert. Die wettinische Gründerfamilie stattete das Kloster reich mit Landbesitz aus. In acht Dörfern der näheren Umgebung übte das Kloster die Grund- und Gerichtsherrschaft aus. Die Bauern waren zur Fron verpflichtet. Auch zwei Vorwerke zählten zum Eigentum des Klosters. Die Erträge aus der Grundherrschaft und der eigenen Landwirtschaft bildeten die Existenzgrundlage der Zisterzienserinnen in Marienthron. Damit besaßen sie alles, was sie für ihren von der Außenwelt abgeschiedenen Klosterbetrieb benötigten.
Im Jahre 1509 lebten in den Gemäuern 44 Nonnen, vorwiegend aus niederadligen Familien, dazu fünf Laienschwestern und 39 Lohnarbeiterinnen und Lohnarbeiter. Der offizielle Vertreter war der Abt von Pforta. Als bekannteste Insassin des Klosters ging Katharina von Bora, die spätere Frau Martin Luthers, in die Geschichte ein. Ostern 1523 floh sie mit acht weiteren Nonnen aus dem Kloster.
1529 wurde der Gottesdienst nach evangelischen Grundsätzen eingeführt. Der Äbtissin sowie den 17 Nonnen blieb es freigestellt, das Kloster zu verlassen.
Nach dem Tode der letzten Äbtissin 1536 wurde die Klosterwirtschaft im Zuge der Reformation aufgelöst und verpachtet. 1550 übereignete Kurfürst Moritz von Sachsen die ehemaligen Klosterbesitzungen der neu gegründeten Landesschule Grimma. Im Laufe der Zeit verfielen jedoch die Gebäude und mussten teilweise abgetragen werden. Aus dem erhaltenen Küchentrakt mit dem darüber befindlichen Schlafsaal entstand später eine Scheune mit Stall. Beim Neubau des Wirtschaftsgebäudes des ehemaligen Klostergutes 1810 nutzte man letztmalig Bausteine aus den Resten der Klosteranlage.
Heute ist noch die Mauer der inneren Klausur erhalten. Davor verlief der Mühlengraben der Klostermühle.
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Bildergalerie
Klosterruine Marienthron
www.heykodehn.de
Stand: 01.11.2009