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Pfaffroda Beschreibung Auf einer nach Süden und Westen abfallenden und mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Höhe des Bielatales steht das Schloss Pfaffroda nördlich von Olbernhau im Erzgebirge. Der Name erinnert an die Rodung des Waldes durch Pfaffen des Zisterienserklosters Ossegg in Böhmen, die im 13. Jahrhundert von Sayda aus in das Bielatal vordrangen. Diese legten auf einem Felsvorsprung den Hof Pfaffroda an. Als wesentlicher Bestandteil der ehemaligen Herrschaft Sayda / Purschenstein gehörte Pfaffroda ab 1352 der adligen Familie von Schönberg, deren Angehörige auch die Burg Frauenstein besaßen. Das Gebiet blieb bis 1650 mit der Herrschaft Purschenstein vereint und die Schönbergs bestimmten über viele Jahrhunderte die Geschicke des Schlosses.
Schloss Pfaffroda 1445 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Pfaffroda und Schönfeld in einer Besitzurkunde der Herrschaft von Schönberg auf Purschenstein. In den Jahren 1575 bis 1578 entstand das Schloss unter Caspar von Schönberg und seiner Gemahlin Barbara geb. von Bünau. Während des Dreißigjährigen Krieges fielen Kaiserliche in Pfaffroda ein. Sie zogen auch das Schloss in Mitleidenschaft. Im Jahre 1643 zerstörten die Schweden die Kirche, Teile des Schlosses und zahlreiche Häuser des Ortes. 1650 kaufte der Oberberghauptmann Georg Friedrich von Schönberg die Herrschaft Pfaffroda. Heute wird das Schloss teilweise als Altenheim genutzt und im Südwestteil befindet sich ein Café. Der Schlosspark und die in der Nähe angelegten Teiche bilden vor allem im Sommer eine reizvolle Kulisse für Erholungssuchende und Touristen.Die Gesamtanlage des Schlosses gliedert sich in den fast rechteckigen und geräumigen Innenhof, auf allen vier Seiten mit Gebäuden umgeben, den nördlichen und östlichen Vorhof. Der Hauptteil des Innenhofes mit dem achteckigen Treppenturm ist um 1578 von Caspar von Schönberg neu erbaut worden. Noch heute ist das schöne Renaissanceportal mit Gedenkspruch und Allianzwappen am Südwestgiebel des Schlosses aus dem Jahre 1578 erhalten. Über dem nördlichen Eingangstor befindet sich eine auf Putz gemalte Sonnenuhr von 1705. 1945 wurde das Schloss Pfaffroda seiner äußerst wertvollen und umfangreichen Ausstattung beraubt. Die Ländereien teilte man im Zuge der Bodenreform auf und baute das Schlossgebäude in ein Feierabendheim um. Unmittelbar in die Schlossbefestigung eingebunden ist die dem heiligen Georg geweihte Kirche. Das jetzt massive Gebäude von 1643 ist einschiffig mit steilem aufbaulosem Satteldach und drei Anbauten. Im Innern befinden sich eine bemalte Kassettendecke und beidseitig aufgehängte Emporen. Das wertvollste ist jedoch die im Jahre 1715 eingeweihte und zweitälteste Orgel von Gottfried Silbermann. Touristische Informationen
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