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Tour 4 - Entlang der Zschopau

Am Nordhang des Fichtelberges, der höchsten Erhebung Sachsens, entspringt die Zschopau, die sich 126 km nach Norden schlängelt und schließlich im Landkreis Döbeln in die Freiberger Mulde mündet. Sanfte Hügel und wildromantische Täler mit schroff abfallenden Wänden formen das Tal zu einer landschaftlich vielgestaltigen Region. Bereits vor mehr als 800 Jahren wurde das Land entlang der Zschopau erschlossen. Historische Zeugen sind nicht nur die an der Zschopau liegenden Städte, sondern auch die Schlösser und Burgen dieser Region. Und das Tal der oberen Zschopau ist reich an Schlössern und Burgen: Schloss Augustusburg, Schloss Wildeck, Burg Scharfenstein, Schloss Wolkenstein und Schloss Schlettau reihen sich wie eine Perlenkette aneinander.

Schloss Augustusburg


Beginnen wollen wir die Tour mit einem Mekka für Motorrad- und Kutschenfreunde. Wer eine ganz besondere Anreise genießen will, parkt am besten in Erdmannsdorf und nutzt schon des schönen Ausblicks wegen die 1,2 Kilometer lange Standseilbahn, die den Höhenunterschied von 168 m bis zur Augustusburg in rund acht Minuten überwindet. Einen Parkplatz gibt es aber auch direkt am Schloss.
Weithin sichtbar krönt die Augustusburg das Erzgebirge. Die Augustusburg - eine der bedeutendsten Renaissanceanlagen Deutschlands - liegt auf dem Schellenberg 516 m über NN und fasziniert durch ihre Monumentalität und architektonische Schönheit.
Vor mehr als 400 Jahren ließ der sächsische Kurfürst August (1526-1586) anstelle der abgebrannten Burg Schellenberg (erste Erwähnung 1206) die Augustusburg als Jagd- und Lustschloss erbauen. Baumeister war der Leipziger Bau- und Bürgermeister Hieronymus Lotter. In nur vier Jahren wurde dieses imposante Bauwerk geschaffen.


Nordportal

Auf der exponierten Porphyrkuppe erhebt sich eine regelmäßige Renaissanceanlage, deren vier quadratische, turmartig erhöhte Eckbaukörper durch schmalere Trakte miteinander verbunden sind. Der geschlossene Innenhof erhält dadurch den Grundriss eines griechischen Kreuzes. Die Türme haben Namen, von denen man die historische Nutzung oder funktionale Zusammenhänge ableiten kann.
Der verhältnismäßig nüchterne Eindruck des Schlosses ist das Ergebnis von Reduzierungen der Bausubstanz um 1800. Christian Traugott Weinlig restaurierte 1799-1809 den vernachlässigten Bau, dessen Innenausstattung fast völlig abhanden gekommen war, im klassizistischen Stil. Die ursprünglich reich gegliederte Dachzone mit Balustraden und Erkern veränderte er dabei radikal. Noch vorhandener äußerer Hauptschmuck sind die beiden Portale im Nord- und Südflügel.
Man betritt den Innenhof durch eines der Portale. Das schönste ist das Südportal mit Löwen und kurfürstlichem Wappen von 1614. Darüber erhebt sich der Glockenturm mit einer 1734 in Dresden gegossenen Glocke.
Am Nordportal steht die 1421 gepflanzte Schlosslinde, die es auf einen Umfang von rund 8 m bringt. Der Eckturm "Lindenhaus", in dem früher der Kurfürst wohnte, ist Aussichtsturm und Sitz einer Ausstellung zur Burggeschichte.
Die Schlosskirche ist eine der wenigen in Deutschland nach der Reformation noch vorhandenen Renaissancekirchen. Sie entstand nach Plänen des Niederländers Erhard van der Meer. An drei Seiten des Kapellenraumes umlaufende Emporen werden von einer architektonischen Ordnung gegliedert, der Raum ist von einem Tonnengewölbe überspannt. Den prächtigen holzgeschnitzten Altar beherrscht das Altarbild von Lucas Cranach d.J.
Schloss Augustusburg ist aber nicht nur eines der bedeutendsten Baudenkmäler Sachsens, sondern beherbergt auch eine der anspruchvollsten und umfangreichsten Motorradsammlungen Europas. Motorräder wohin man schaut: Der Fundus umfasst 450 Fahrzeuge, 170 erlesene sowie technisch und historisch bedeutenden Exponate sind im alten "Küchenhaus" ausgestellt.
Die seit 1970 stattfindenden "Wintertreffen" auf der Augustusburg begeistern Motorradfreunde aus halb Europa.
Aber nicht nur Motorradfans kommen auf ihre Kosten: Mit Fahrgelegenheiten ganz anderer Art beschäftigt sich das seit 1991 eigenständige Kutschenmuseum in zwei ehemaligen Stallräumen im südlich des Schlosses gelegenen Wirtschaftshof. Neben Postkutschen sind vor allem die herrschaftlichen Kutschen und Schlitten aus dem königlichen Marstall die Attraktion des Museums.
Im Museum für Jagdtier- und Vogelkunde des Erzgebirges werden rund 120 präparierte Vögel und jagdbare Säugetiere in 48 naturnah gestalteten Dioramen gezeigt.
Hochinteressant ist auch das Brunnenhaus mit dem Brunnen und dem Göpelwerk. Knappen und zur Zwangsarbeit verurteilte Wilderer bohrten den 130,60 m tiefen Brunnen in siebenjähriger Bauzeit.
Zum Abschluss des Besuchs der Augustusburg gönnen wir uns einen Blick vom Aussichtsturm - zu erreichen über 130 Stufen - von dem man eine wunderschöne Fernsicht in die Erzgebirgslandschaft genießen kann.

Allein für den Besuch der Augustusburg könnte man schon fast einen ganzen Tag verwenden. Aber es gibt auch noch andere interessante Anlagen in unmittelbarer Nähe. Eine dieser interessanten Anlagen ist die Erlebnisburg Scharfenstein. Doch auf dem Weg dorthin passieren wir in Zschopau noch das Schloss Wildeck.

Schloss Wildeck


Die erste urkundliche Erwähnung einer mittelalterlichen Befestigungsanlage stammt vom Ende des 13. Jahrhunderts. Die Ursprünge sind jedoch weitaus älter, denn die Burg Zschopau entstand wahrscheinlich schon mit der 2. Besiedlungswelle des Erzgebirges in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Einst diente die Wehranlage dem Schutz des "Alten Böhmischen Steiges", der unterhalb der Burg den Fluss Zschopau überquerte und ein überaus wichtiger Handelsweg von Halle über Leipzig bis nach Prag war.
In ihrer Geschichte überstand die Burg häufige Besitzerwechsel. Bereits in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts ging der Besitz an die Waldenburger über, bis schließlich 1456 die Wettiner Herren auf Burg Zschopau wurden. 1545 bis 1547 wurde die Burg auf Betreiben des Herzogs Moritz, dem späteren Kurfürsten von Sachsen, zum Jagdschloss im Renaissancestil umgebaut.


Schloss Wildeck

Schloss Wildeck erlangte durch die herrschaftlichen Jagden große Bedeutung. Ende des 15. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war das Schloss Sitz der kursächsischen Wild- und Forstmeisterei. Der berühmteste Jägermeister, der von 1554 bis 1576 das Amt des Wild- und Forstmeisters innehatte, war der kurfürstliche "Oberforst- und Landjägermeister" Cornelius von Rüxleben, ein Günstling des Kurfürsten August. Er fiel jedoch in Ungnade und starb 1590 nach langer Haft auf der Pleißeburg bei Leipzig.
Am Schloss wurden immer wieder bauliche Veränderungen vorgenommen, so z.B. am Treppenturm, "Schlanke Margarete" genannt. Die ursprünglich rechtsgewendelte Holztreppe wurde 1844 durch eine linksgewendelte Steintreppe ersetzt. Weitere Anbauten erfolgten um 1855, wie das Gefängnis und der Gerichtssaal. Auch am Bergfried, seit alters her "Dicker Heinrich" genannt, wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten notwendig.
Seit 1994 ist die Stadt Zschopau Eigentümer des Schlosses Wildeck. Die Räume erfahren eine vielfältige Nutzung. So stehen die "Blauweiße Stube" und die "Gelbe Cammer" vorrangig für kulturelle Veranstaltungen und für Vereinsaktivitäten zur Verfügung. Im Schloss befinden sich weiterhin eine Ausstellung über die Geschichte der Stadt Zschopau, das historische Buchdruckmuseum, eine Motorradausstellung und die Touristeninformation.

Nach Schloss Wildeck am Hang der Zschopau überqueren wir nun die B 174 und wenden uns der nur sieben Kilometer entfernten Erlebnisburg Scharfenstein zu.

Burg Scharfenstein


Der Name des Erzgebirges kündet von seiner Jahrhunderte währenden Bedeutung für den Abbau von Erzen, besonders von Zinn und Silber. Die adligen Herrn, in deren Auftrag das Schürfen und die kunsthandwerkliche Verarbeitung geschah, wurden im Laufe der Zeit zunehmend wohlhabender.
Doch einfach war es nicht, diesen Reichtum zu schützen. Räuberbanden und verfeindete Adelssippen blickten begehrlich auf die Quellen des Wohlstandes, die ständig vor fremdem Zugriff geschützt werden mussten. Zu den für diesen Zweck erbauten Wehranlagen gehört auch die Burg Scharfenstein.
Die um 1250 gegründete Burg Scharfenstein befand sich ungewöhnlich lange, von 1492 bis 1931 im Besitz nur einer Adelsfamilie: derer von Einsiedel. Sie prägte somit maßgeblich die Geschichte dieser Burg auf einem Felssporn an einer Flussschleife der Zschopau. Am Renaissanceportal erkennt man das Wappen der Herrschaft von Einsiedel.


Über dem Zschopautal erhebt sich
die Burg Scharfenstein

Aus der Gründungszeit der Burg stammen der heute noch vorhandene 17 Meter hohe und drei Meter dicke Bergfried und die Palasruine. Beide prägen das Bild der Burganlage und vermitteln den Charakter ehemaligen trutzigen Rittertums.
Der Südflügel ist im gotischen Stil gestaltet, während der Nordflügel Renaissancecharakter trägt. Der Ostgiebel ist mit Schlingrippen und Vorhangbogenfenstern aus dem 16. Jahrhundert verziert.
Dem Bau der Burg um 1250 folgte die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1349. 1492 übernahmen die Herren von Einsiedel die Burg und besaßen sie bis 1931 ununterbrochen als Familienbesitz. Unter ihr kam es zum Umbau der Burg Mitte des 16. Jahrhunderts, dem verheerenden Brand 1921 und dem anschließenden Wiederaufbau 1921-23 nach alten Bauplänen.
Ab 1945 erlebte die Burg die verschiedensten Nutzungsarten: Notunterkunft, Bergbauschule der SDAG Wismut, Parteischule der SED, Kinderheim, Kindererziehungsheim, Jugendwerkhof.
Eine besondere Begebenheit ist die Belagerung der Burg durch Karl Stülpner, der erzgebirgische "Sohn der Wälder". 1762 selbst in Scharfenstein geboren, belagerte er sie im Oktober 1795 und jagte den damaligen Besitzern einen gehörigen Schrecken ein.
Heute hat traditionelle und moderne Volkskunst aus dem Erzgebirge hier ihre Heimstatt gefunden. An die Entstehungsgeschichte des erzgebirgischen Kunsthandwerks in den spärlich beleuchteten Stuben langer Winterabende soll das Motto dieses in seiner Art in Sachsen einmaligen "Erlebnismuseums" erinnern: "Die Sehnsucht nach dem Licht !". Viele der Ausstellungsstücke werden nicht, wie meist anderswo üblich, in Vitrinen präsentiert, sondern es können Figuren der Weihnachtsberge bewegt und es darf sich im Klöppeln oder Sticken selbst versucht werden. Verschiedene Videos zeigen die Herstellung der Volkskunsterzeugnisse, die auch zum Kauf bereit stehen.
Wer die steilen Stufen nicht scheut, hat zum Abschluss vom Bergfried eine herrliche Sicht ins Tal.

Schloss Wolkenstein


Von der Burg Scharfenstein zum Schloss Wolkenstein sind es nur ein paar Kilometer. Auf einem steil zur Zschopau abfallenden Felsen ragt weithin sichtbar das weiß gestrichene spätgotische Schloss hinter den Baumwipfeln hervor. Das Auto kann man günstig auf dem Marktplatz oder, wenn die wenigen Parkplätze belegt sind, in Nebenstraßen abstellen.
Wolkenstein gehört zu den ältesten Siedlungen in oberen Erzgebirge. In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde das gesamte Erzgebirge bis in seine Kammlagen planmäßig durch umfangreiche Rodungen erschlossen. Die Siedlungsbewegung führte der im Dienste der zentralen Reichsgewalt, des Kaisers, stehende niedere Adel. Die wirtschaftliche Erschließung des Landes trugen die zugewanderten Bauern.
Archäologische Funde beweisen, dass die Burg im Zuge der ersten Besiedlung des Erzgebirges nach der Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde; urkundlich wird Wolkenstein aber erst 1241 genannt. Die Burg war an einem mittelalterlichen Fernweg gebunden, der von Waldenburg bis nach Prag verlief. Die Furt durch die Zschopau wurde von der Burg Wolkenstein auf einem Felssporn, der unmittelbar am rechten Zschopauufer über 70 m hoch "in die Wolken" ragt, gedeckt.


Schloss Wolkenstein auf
einem über 70 m hohen Felsen
über der Zschopau

Die Wehranlage entwickelte sich zum Mittelpunkt einer bedeutenden Herrschaft, in der die Reichsministerialen von Waldenburg die Kolonisation und das Schürfen von Silbererz förderten. In deren Händen befand sich der Feudalbezirk bis zum Jahre 1479. Danach fiel Wolkenstein als erledigtes Lehen an die Wettiner und wurde landesfürstliches Amt. Nach 1500 erfolgte auf den Grundmauern der alten Wehranlage der Umbau zum Wohnschloss durch die neuen Besitzer, so dass von der alten Bausubstanz fast nichts mehr zu sehen ist. Zwischen 1505 und 1539 diente das Schloss Herzog Heinrich zeitweilig als Residenz und Jagdschloss.
Mit der Ernennung zum Kurfürsten verließ Herzog August die Burg und besuchte sie nur hin und wieder, wenn er in den erzgebirgischen Wäldern zur Jagd war. Über viele Jahre hinweg war das Schloss unbewohnt und verfiel. 1754 musste gar ein Teil des Turmes wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Erst in den Jahren 1834-46 erfolgte ein Umbau und die Einrichtung eines Verwaltungszentrums mit Justizanstalt und Wohnungen für die Beamten. Bis 1951 beherbergte das Gebäude das Amtsgericht und die Strafanstalt.
In den Räumen des spätgotischen Südflügels wurde 1962 das Natur- und Heimatkundemuseum eingerichtet. Im Schlossmuseum kann der Besucher mehr zur Geschichte des Schlosses und der Stadt Wolkenstein erfahren.
Im Zusammenhang mit der Burg ist auch die Entwicklung der Stadt zu sehen, für die es offenbar keinen dörflichen Vorläufer gab. Der Besucher erreicht das Zentrum über eine steinerne Brücke, die schon 1770 den Fluss überspannte. Der historische Stadtkern mit dem altehrwürdigen Schloss, der St.-Batholomäus-Kirche, einer Postmeilensäule von 1730, den Resten der Stadtmauer und ihre Entwicklung als oppidum mit Münzstätte erinnern noch heute an die frühe Bedeutung des Amtssitzes Wolkenstein.
Alljährlich zum Himmelfahrtstag lockt das traditionelle Burgfest tausende Besucher in die Stadt. Umzüge, Gaukler, Sänger, Landsknechte und Soldaten versetzen die Gäste um Jahrhunderte zurück.

Schloss Schlettau


Zum Abschluss der Tour fahren wir noch ein paar Kilometer weiter in Richtung Süden und erreichen hinter Annaberg-Buchholz die kleine Stadt Schlettau mit ihrem Schloss aus dem 12. Jahrhundert. Das Auto kann man im Innenstadtbereich abstellen und die wenigen Meter zum Schloss zu Fuß zurücklegen.

Eine der ältesten Ansiedlungen im oberen Erzgebirge ist das kleine Städtchen Schlettau. Die tief in die Vergangenheit verwurzelte, wechselvolle Geschichte Schlettaus ist allgegenwärtig. Eine Postmeilensäule aus der Zeit des Kurfürstentums Sachsen im 18. Jahrhundert bekundet die wichtigen Verkehrswege, die durch die Stadt führten.
Stolzes Schmuckstück der Stadt ist jedoch das Schloss. Ursprünglich im 12. Jahrhundert als Wasserburg erbaut, schützte es bereits vor 800 Jahren die alte Salzstraße von Halle nach Böhmen. Durch die Stadt verläuft seit dem 15. Jahrhundert die Silberstraße, welche noch heute vom erworbenen Reichtum durch die Erzförderung zeugt.
Das schöne Schloss und das benachbarte Herrenhaus liegen in einem romantischen Park, dessen alte Linden und Tannen sich in zwei Teichen spiegeln.


Schloss Schlettau,
ursprünglich im 12.
Jahrhundertals Wasserburg
erbaut, schützte bereits vor
800 Jahren die alte Salzstraße
von Halle nach Böhmen

Alte Zeugnisse weisen auf Günther von Crimmitschau als Schlossherr hin, der im 13. Jahrhundert die Besiedlung der Gegend unterstützte. 1351 bestätigt Kaiser Karl IV. zwei Adligen von Schönburg die Herrschaft Schlettau als Lehen. Von 1413 bis nach der Reformation gehörte das Schloss vorwiegend dem mächtigen Zisterzienserkloster Grünhain, dessen Abt es um 1500 zu einer spätgotischen Residenz umbauen ließ. Mit der Einführung der Reformation und der Auflösung des Klosters Grünhain ging der Besitz endgültig in das Kurfürstentum Sachsen über.
Von Anfang des 17. Jahrhunderts bis 1796 waren Schloss und Herrenhaus kurfürstlich sächsisches Jagdschloss und Oberforst- und Wildmeisterei, wofür es im barocken Stil umgebaut wurde. Um 1900 restaurierte der Fabrikbesitzer Carl Naumann das teilweise verfallene Schloss im neogotischen Stil. Seit 1930 ist im Schloss ein Museum eingerichtet.
Das Kleinod des Schlosses ist der Rittersaal mit wertvoll geschnitzten Wandtäfelungen, schöner Balkendecke und geschmückten Türumrandungen zu Treppenturm und Altan. In der Posamentenwerkstatt im Herrenhaus werden neben vielen kunstvollen Posamenten die Arbeits- und Lebensbedingungen der erzgebirgischen Posamentierer im 19. Jahrhundert gezeigt.

Wer jetzt noch etwas Zeit hat, sollte sich einen Stadtrundgang nicht entgehen lassen.


Historisches Sachsen - Das Portal für die Schlösser, Burgen und historischen Ruinen im Freistaat Sachsen - © by Heyko Dehn - www.historisches-sachsen.net