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Burgstein / Türbel Beschreibung Unscheinbar an der B 173 zwischen Plauen und Hof befinden sich ohne Verbindung zu einem größeren Ort die Reste einer einst mehrteiligen Spornburg. Die Feste Türbel gehörte zum System früh- und hochmittelalterlicher Wehranlagen in Südwestsachsen. Die Burg lag auf einem steilen Bergsporn am Westufer des Triebelbaches, oberhalb seiner Mündung in die Weiße Elster. Der Name "Türbel" leitet sich wahrscheinlich vom slawischen "Stirbile" ab, was soviel wie "fester Ort" bedeutet. Die Kernburg der zweiteiligen Anlage dürfte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden sein. Im 14. Jahrhundert wurde die Anlage durch eine Vorburg erweitert, die durch einen ausgemauerten Graben von der Kernburg getrennt war.
Feste Türbel Türbel war Feste der Vögte von Plauen, besaß aber auch Bedeutung als Grenzburg zur Herrschaft Voigtsberg. 1372 bestätigte der Markgraf von Meißen Karl IV. und seinem Sohn Wenzel die Hoheit über die Herrschaft Plauen einschließlich der Feste Türbel.Türbel war über viele Jahre Sitz der Herren Sack, von denen ein Jan Sack 1382 überliefert ist. Mit dem Ende der Herrschaft Plauen 1466 ging Türbel in grundherrliche Verhältnisse über. Nachdem kaiserliche Kriegsvölker unter Holk die Feste 1632 niederbrannten und völlig zerstörten, erfolgte ein Wiederaufbau, der jedoch nicht mehr herrschaftlichen Wohnzwecken diente. Nachfolgende Besitzer wohnten stets in Geilsdorf, etwa 4 Kilometer westlich von Türbel. Die Bedeutung der Feste Türbel liegt somit in der selbstständigen Herrschaft Plauen im 14. Jahrhundert begründet. Der allmähliche Übergang von einer Feste zu einem ländlichen Anwesen führte zu einer Rittergutschäferei sowie der späteren langjährigen Nutzung als Schafstall. Der Schafstall weist sich mit zwei Querteilungen als alte Wohnbausubstanz der Burg aus. Der Südteil war von einem Tonnengewölbe unterkellert. Aus diesem Gewölbe führte an der südöstlichen Ecke ein Fluchtgang zum Steilhang. Erste Ausgrabungen der Ruine nahm 1939 das Landratsamt für Denkmalpflege vor. Weitere umfangreiche Grabungen erfolgten in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Heute sind noch ein paar spärliche Ruinenrest und das inzwischen teilweise eingestürzte Tonnengewölbe zu sehen. Touristische Informationen
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