| 2. Jh. | Erste Nennung des germanischen Stammes der Sachsen durch den griechischen Geografen und Astronomen Ptolemäus |
| 200 - 400 | Die Sachsen breiten sich von Holstein kommend nach Süden aus |
| um 530 | Die Sachsen erreichen den Rhein |
| 531 | Sachsen und Franken schlagen in der Schlacht bei Burgscheidungen das Königreich Thüringen. Der Norden nördlich des Harzes wird sächsisch, der Süden fränkisch |
| 7. Jh. | Die Sachsen beginnen Herzöge zu wählen, die zunächst nur in Kriegszeiten Führungsrollen übernehmen |
| 772-804 | Sachsenkriege. Der Stamm der Sachsen wird von den Franken unter Karl dem Großen unterworfen. Nach dem Zerfall des Frankenreiches bildet sich in Ostwestfalen und Engern das Stammherzogtum Sachsen heraus |
| 785 | Die Taufe des sächsischen Herzogs Widukind leitet die Christianisierung der Sachsen ein |
| ab 804 | Eingliederung der Sachsen in das Reich Karls des Großen als Herzogtum Sachsen |
| 10.-11. Jh. | Zeit der Sachsenkönige bzw. Sachsenkaiser (zum deutschen König gewählte Herzöge Sachsens) |
| 936-1106 | Herzogdynastie der Billunger in Sachsen |
| 1106-1138 | Graf Lothar von Süpplingenburg ist Nachfolger der Billunger |
| 1139-1195 | Heinrich der Löwe ist Herzog in Sachsen |
| 1180 | Nach Zerwürfnissen Heinrichs mit den Reichsfürsten und dem Kaiser wird das Herzogtum Sachsen aufgeteilt. Mit Landesteilen an der Elbe wird der Askanier Bernhard von Anhalt belehnt, dem damit auch der Titel Herzog von Sachsen zugesprochen wird |
| 1356 | Das Herzogtum Sachsen wird Kurfürstentum und erfährt damit eine politische Aufwertung. Die Grafen von Anhalt und Herzöge von Sachsen sind seit dem Kurfürsten von Sachsen |
| 1423 | Das Geschlecht der Askanier stirbt aus. Markgraf Friedrich der Streitbare erwirbt das bisher askanische Herzogtum Sachsen-Wittenberg und die Kurwürde. Von da an werden alle Besitzungen mit dem Namen Kursachsen bezeichnet |
| 250.000 v. Chr. | Erste Spuren frühmenschlichen Lebens im Elbe-Saale-Raum |
| 1.200 v. Chr. | Lausitzer Kultur |
| seit dem 1. Jh. | Hermunduren |
| 6. Jh. | Ansiedlung slawischer Stämme von Osten und Süden her bis an die Saale. Später Verdrängung durch das sich ausweitende Frankenreich |
| 919 | Sachsenherzog Heinrich I. wird zum deutschen König gewählt. Er beginnt die planmäßige Unterwerfung der Elbslawen. Ihm folgten Otto I. (der Große), Otto II. und Otto III. |
| 929 | König Heinrich I. lässt die Burg Meißen als militärischen Stützpunkt errichten, der sich zum Zentrum der Markgrafschaft Meißen und Kern der wettinischen Besitzungen entwickelt |
| 962 | Otto I. wird deutscher Kaiser. Die Epoche der Sachsenkaiser endete mit dem Tod Heinrichs II. im Jahre 1024 |
| 965 | Otto I. gründet die Markgrafschaft Meißen. Seit dem sind verschiedene Adelsdynastien Markgrafen von Meißen, unter ihnen auch ein Wettiner |
| 968 | Bildung des Bistums Meißen |
| 1089 | Heinrich I., Graf von Eilenburg aus dem Hause Wettin, wird mit der Mark Meißen belehnt. Damit beginnt die Herrschaft des Fürstengeschlechts der Wettiner im sächsisch-thüringischen Raum, die in ununterbrochener Erbfolge bis 1918 währt. Die Stammburg der Wettiner erhebt sich am Ufer der Saale. Die Wettiner sind vermutlich mainfränkischer Herkunft |
| 1123 | Konrad von Wettin erhält die Mark Meißen als erbliches Lehen bestätigt |
| 1156 | Konrad der Große teilt sein Territorium unter seinen fünf Söhnen auf. Damit beginnt die Geschichte der sächsischen Landesteilungen |
| 1168 | Mit dem Silberbergbau in Freiberg beginnt das "Berggeschrei" |
| 1264 | Die Markgrafen von Meißen werden auch Landgrafen von Thüringen |
| 1346-1815 | Bautzen, Görlitz, Kamenz, Löbau, Luban und Zittau bilden den Oberlausitzer Sechsstädtebund |
| 1423 | Nach dem Aussterben der Grafen von Anhalt und Kurfürsten von Sachsen wird der wettinische Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen, Friedrich der Streitbare, zusätzlich mit dem Herzogtum und Kurfürstentum Sachsen (Wittenberg) belehnt. Der Name Sachsen geht infolge der höheren Würde des Titels "Kurfürst von Sachsen" auch auf die übrigen Besitzungen des Hauses Wettin, Meißen und Thüringen, über. |
| 1445 | Altenburger Teilung: Die Altenburger Teilung beschreibt einen Plan zur Teilung der wettinischen Gesamtlande, der durch die sächsischen Stände am 10. September 1445 in Altenburg den beiden verstrittenen Brüdern Kurfürst Friedrich II. und Herzog Wilhelm III. vorgelegt wird. Der Plan wird von ihnen jedoch abgelehnt und es kommt um die wettinischen Gebiete zum Sächsischen Bruderkrieg (1446–1451), der erst mit dem Naumburger Frieden von 1451 beigelegt wird |
| 1459 | Der Vertrag von Eger legt den Erzgebirgskamm als sächsisch-böhmische Grenze fest |
| 1485 | Leipziger Teilung: Das Haus Wettin wird unter den Söhnen von Kurfürst Friedrich II., Ernst und Albrecht, in zwei Linien geteilt: Die ernestinische Linie erhält die Kurwürde und Gebiete um Wittenberg, Leipzig sowie Thüringen, die Albertiner bekommen die Herzogwürde und den südöstlichen Teil des Besitztums und wählen Dresden als Residenz |
| 1517 | Luther löst mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg (das damals noch zu Sachsen gehörte) die Reformation aus |
| 1521 | Kurfürst Friedrich der Weise bringt Luther auf der Wartburg in Sicherheit. Das ernestinische Sachsen wird das Mutterland der Reformation |
| 1539 | Herzog Heinrich der Fromme führt im albertinischen Sachsen die Reformation ein |
| 1547 | Schlacht bei Mühlberg im Schmalkaldischen Krieg. Der ernestinische Kurfürst Johann Friedrich verliert die Kurwürde an den albertinischen Herzog Moritz. |
| ab 1554 | Das ernestinische Sachsen wird in Einzelterritorien zersplittert; das albertische Kursachsen bewahrt infolge des von Herzog Albrecht eingeführten Primogeniturrechts (das alleinige Erbrecht des Erstgeborenen) die nationale Einheit |
| 1618-48 | Dreißigjähriger Krieg. Sachsen wechselt unter Johann Georg mehrmals die Fronten und ist wiederholt Kriegsschauplatz. Städte werden geplündert, Dörfer verwüstet. Die Bevölkerungszahl Sachsens sinkt auf die Hälfte. Nach dem Westfälischen Frieden verliert Sachsen zunehmend an politischer Bedeutung im Reich |
| 1694 | Die Regierungszeit von Friedrich August I. (August der Starke) beginnt |
| 1697 | August der Starke erlangt durch Vermittlung seines persönlichen Freundes Kaiser Franz Joseph von Österreich die polnische Königskrone (als August II.). Polnische Union von 1697 bis 1763 |
| 1756-1763 | Siebenjähriger Krieg. Kursachsen gerät unter preußische Herrschaft. Friedrich August II. gibt das Land den Zerstörungen preis. Mit dem Friedensschluss von Hubertusburg verliert Sachsen das Anrecht auf die polnische Krone |
| 1806 | Sachsen schließt sich dem Rheinbund an und wird Königreich von Napoleons Gnaden |
| 1813 | In der Völkerschlacht bei Leipzig stehen die Sachsen mit ihren grün-weißen Fahnen auf der falschen Seite. Sie kämpfen mit Napoleon Bonaparte und verlieren |
| 1815 | Auf dem Wiener Kongress verliert Sachsen drei Fünftel des Landes an Preußen |
| 1831 | Sachsen wird Verfassungsstaat |
| 1835 | Erstes Dampfschiff auf der Elbe |
| 1839 | Die erste deutsche Eisenbahnfernverbindung zwischen Leipzig und Dresden wird eröffnet |
| 1871 | Die deutschen Fürsten rufen im Spiegelsaal von Versailles den preußischen König Wilhelm zum deutschen Kaiser aus, Sachsen geht im Kaiserreich auf |
| 1873 | Die deutsche Mark wird eingeführt, die Landeswährungen abgeschafft |
| 1918 | Die Ausrufung der Republik erfolgt, König Friedrich August III. dankt am 13. November ab |
| 1919 | Am 25. Februar treten die sächsischen Abgeordneten als "Volkskammer" zusammen und proklamieren Sachsen als Freistaat |
| 1920 | Sachsen gibt sich eine demokratische Verfassung |
| 1934 | Gesetz über den Neuaufbau des Reiches. Der sächsische Landtag wird aufgelöst. Der Freistaat Sachsen hört staatsrechtlich auf zu bestehen |
| 1944/45 | Im Zweiten Weltkrieg richten anglo-amerikanische Bombenangriffe schwere Zerstörungen an |
| 1949 | Sachsen wird ein Land der neugegründeten DDR |
| 1952 | Der Landtag beschließt die Auflösung Sachsens. Es wird in die Bezirke Leipzig, Dresden und Chemnitz gegliedert |
| 1990 | Es finden freie Wahlen statt; der Freistaat Sachsen entsteht wieder |
| 1992 | Am 6. Juni wird die neue sächsische Verfassung in Kraft gesetzt |